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Die schönsten Dinge des Singledaseins

    Beziehungen können absolut magisch sein. Die innige Zweisamkeit, grenzenloses Vertrauen und das berüchtigte Kribbeln im Bauch gehören ohne Zweifel zu den schönsten Erfahrungen, die das Leben zu bieten hat. Aber seien wir einmal brutal ehrlich miteinander: Nicht jede Partnerschaft tut uns gut. Wenn eine Beziehung toxisch, festgefahren oder – wie in einem Liebes-Ratgeber oft beschrieben – einfach nicht mehr erfüllend ist, ist das Loslassen oft der gesündeste, stärkste und wichtigste Schritt, den du für dich selbst gehen kannst.

    Vielleicht bist du frisch getrennt, noch voller Liebeskummer und suchst verzweifelt nach Mut für den Neustart. Vielleicht bist du aber auch schon länger allein und spürst den nervigen, unausgesprochenen gesellschaftlichen Druck, wenn bei der nächsten Familienfeier mal wieder mitleidig nach deinem Beziehungsstatus gefragt wird. Fakt ist: Dein Singlesein ist keine traurige Warteschleife. Es ist eine bewusste, unglaublich wertvolle Lebensphase voller radikaler Autonomie und tiefgreifender Selbstentdeckung.

    Das Wichtigste in Kürze

    Vergiss das unfaire Klischee vom einsamen Höhlenbewohner. Dein Leben gehört jetzt zu 100 Prozent dir, und das solltest du zelebrieren.

    • Radikale Autonomie: Du musst dich vor absolut niemandem mehr rechtfertigen – weder für deine Zeiteinteilung noch für spontane Abenteuer.
    • Mentale Freiheit: Kein kräftezehrendes Beziehungsdrama, keine anstrengenden Pflichtbesuche bei der Schwiegerfamilie und keine toxischen Kompromisse.
    • Persönliches Wachstum: Das Singleleben bietet dir den ultimativen, sicheren Raum, um abseits von Fremdeinflüssen herauszufinden, was du wirklich vom Leben willst.
    • Keine Warteschleife: Singlesein ist kein bedauerlicher Mangelzustand, sondern ein vollwertiger, cooler Lifestyle, den du aktiv und ohne Reue genießen darfst.

    Der gesellschaftliche Wandel: Warum Singlesein das neue "Cool" ist

    Lange Zeit wurde uns durch Hollywood-Filme, Romane und traditionelle Familienbilder eingeredet, als Single sei man ein einsamer und jämmerlicher Höhlenbewohner. Jemand, der im Jogginganzug zwischen Pizzakartons sitzt und verzweifelt auf die Rettung durch die große Liebe wartet. Gott sei Dank hat sich dieses verstaubte, unfaire Stigma komplett überlebt.

    Heute ist das Alleinsein für immer mehr Menschen eine bewusste, starke Entscheidung. Wir leben in einer Zeit, in der Eigenständigkeit gefeiert wird. Du musst dich nicht mehr dafür rechtfertigen, wenn du dein Leben genau so gestaltest, wie es sich für dich richtig anfühlt – ohne Kompromisse. Ein kurzer Blick auf die statistischen Fakten zeigt, wie normal und etabliert das Solo-Leben in unserer Gesellschaft längst geworden ist:

    ~23 Mio.
    Menschen in Deutschland sind laut offiziellen Statistiken Single – wobei die Entwicklung je nach Altersgruppe unterschiedlich ausfällt.[1]
    Glück
    Aktuelle Studien zur Lebenszufriedenheit erfassen meist die Gesamtbevölkerung. Es gibt keinen festen Prozentwert – wie glücklich du bist, liegt ganz bei dir.
    1/3
    der Haushalte in Deutschland sind nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes Einpersonenhaushalte.[2]

    Die Zahlen lügen nicht. Das Singlesein ist kein bedauerlicher Mangelzustand, der schnellstmöglich behoben werden muss, sondern oft ein Beweis für gesunde Selbstliebe und Eigenständigkeit. Und wenn wir schon beim Aufräumen von Vorurteilen sind, lassen wir doch gleich den größten und hartnäckigsten Irrtum platzen:

    Mythos

    "Singles sind einsam, isoliert und haben viel weniger soziale Kontakte als Menschen, die in glücklichen Beziehungen leben."

    Fakt

    Die Forschung zeigt zwar, dass Singles tendenziell über mehr eigenständige soziale Kontakte außerhalb der Paarbeziehung verfügen und häufiger allein wohnen. Allerdings gibt es keine Belege dafür, dass sie pauschal ein besseres oder breiteres Netzwerk haben als Paare. Beide Lebensformen haben hier ihre ganz eigenen Stärken und Herausforderungen – eine simple Verallgemeinerung greift da zu kurz.[3]

    Die 9 stärksten Vorteile: Warum das Singleleben so genial ist

    Bist du bereit, die rosarote Beziehungsbrille für einen Moment abzusetzen und der Realität ins Auge zu blicken? Wenn du dich voll und ganz auf dein Solo-Leben einlässt, wirst du sehr schnell merken, wie viel unglaubliche Kraft und Freiheit darin steckt. Hier sind die besten Gründe, warum diese Lebensform ein echtes Privileg ist.

    1. Radikale Autonomie: Du bist das alleinige Zentrum deiner Handlungen

    Als Single darfst du herrlich egoistisch sein. Du kommst nach einer wilden Nacht nach Hause, wann immer du willst. Du verbringst den gesamten regnerischen Sonntag im Bett, ohne dass jemand neben dir unruhig mit den Füßen wippt, weil er frühstücken oder "den Tag nutzen" möchte.

    Du bist das absolute Zentrum deiner eigenen Pläne. Wenn du spontan für deine Kollegen eine Party schmeißen, bis in die Nacht zocken oder einfach Last-Minute einen Wochenendtrip ans Meer buchen willst, fragst du niemanden um Erlaubnis (außer vielleicht deine Nachbarn, wenn die Musik zu laut wird). Diese Form der kompromisslosen Autonomie macht dich auf Dauer extrem selbstbewusst.

    Aber eine kleine Warnung: Wenn man diese Freiheit völlig ausnutzt und sich extrem daran gewöhnt, wird es dir vermutlich schwerfallen, das Singleleben jemals wieder aufzugeben. Pass auf, dass dir das Singledasein nicht zu komfortabel wird, falls du tief im Inneren irgendwann doch wieder den Wunsch hegst, dich einer anderen Person anzupassen und mit ihr zusammenzuwohnen.

    2. Dating-Freiheit: Küssen, wen du willst

    Erinnerst du dich an diese Abende in einer festen Beziehung, an denen du beim Feiern jemanden unfassbar Spannendes kennengelernt hast? Die Energie hat gestimmt, die Blicke haben sich getroffen – aber das Kribbeln durfte nie weitergehen, weil jemand zu Hause auf dich gewartet hat (der ja eigentlich auch ganz süß ist).

    Jetzt gibt es diese Grenzen nicht mehr. Du warst feiern und hättest Lust, eine fremde, anziehende Person auf der Tanzfläche zu küssen? Tu es! Du kannst flirten, so viel du möchtest, dich neu erfinden und herausfinden, was oder wer dir wirklich gefällt. Es gibt absolut keine Regeln, solange du für deine Handlungen einstehen kannst – auch am Tag danach, wenn du wieder nüchtern bist. Das ist pures, elektrisierendes Freiheitsgefühl.

    Forschungen der Sozialpsychologin Bella DePaulo deuten darauf hin, dass das Singleleben durchaus Vorteile für die Persönlichkeitsentwicklung haben kann. Menschen, die bewusst allein leben, berichten oft von psychologischem Wachstum, können eine gute Resilienz gegenüber Lebenskrisen entwickeln und haben die Möglichkeit, abseits von Beziehungskompromissen eine authentische Verbindung zur eigenen Identität aufzubauen.[4] — Psychologische Studien zum Single-Dasein

    3. Mentale Ruhe: Keine Schwiegerfamilie, kein Drama

    Die perfekte Schwiegerfamilie ist in den allermeisten Fällen nichts weiter als ein schöner, von Hollywood erdachter Mythos. In der Realität bedeutet eine Beziehung sehr oft: erzwungene Familienfeiern, hochheilige Sonntage bei Kaffee und Kuchen mit unangenehmen Fragen ("Wann wird denn endlich geheiratet?") und anstrengende Pflichtbesuche an Feiertagen.

    Als Single bist du von diesem gesamten sozialen Konstrukt befreit. Du musst nicht mehr tagelang im Familienurlaub deines Partners gute Miene zum bösen Spiel machen. Keine sinnlosen Diskussionen am Abend, keine Schwiegereltern, denen du gefallen musst. Du verbringst deine wertvolle freie Zeit stattdessen ausschließlich mit den Menschen, die du aufrichtig magst. Nicht schlecht, oder?

    4. Finanzielle Souveränität: Keine Diskussionen über den Kontoauszug

    In fast allen Partnerschaften gibt es unausgesprochene oder knallharte Regeln über die gemeinsamen Finanzen. Hast du mal wieder einen halben Monatslohn für noch ein Paar Schuhe, ein völlig überteuertes, aber geniales Technik-Gadget oder das teure Konzertticket ausgegeben? Das Augenrollen oder gar die Standpauke des Partners ist da meist vorprogrammiert.

    Schlimmer noch: Du warst abends mit Freunden unterwegs, hast dich unter Gruppenzwang dazu hinreißen lassen, zig Lokalrunden zu schmeißen, und hast am nächsten Tag nicht nur einen mörderischen Kater, sondern auch einen wütenden Partner, der dich wegen des Kontoauszugs anschreit. Als Single bist der alleinige Boss. Es gibt keine sauren Mienen, wenn du dein hart verdientes Geld für völlig unnötige, aber spaßige Dinge auf den Kopf stellst. Es ist dein Geld, deine Entscheidung.

    5. Raum für persönliches Wachstum: Wer bist du eigentlich?

    In einer Partnerschaft passen wir uns unweigerlich an den anderen an – das nennt man Kompromissbereitschaft. Wir übernehmen plötzlich Hobbys, gleichen unsere politischen oder sozialen Meinungen an und verändern sogar unsere Ernährungs- und Schlafgewohnheiten. Doch wer bist du eigentlich wirklich tief im Kern, wenn dich niemand beobachtet und beeinflusst?

    Das Singleleben zwingt dich auf die beste, produktivste Art und Weise zur ehrlichen Selbstreflexion. Es ist der perfekte, ungestörte Nährboden, um abseits jeglicher Kompromisse herauszufinden, was deine eigenen, ungefilterten Bedürfnisse und Träume für die Zukunft sind.

    6. Ungefilterter Alltag: Von ungemachten Betten und dem Abwasch

    Wir fordern dich hier natürlich nicht dazu auf, dein Zuhause in einen Messie-Schweinestall zu verwandeln. Aber jeder, der eine stressige Arbeitswoche hat, weiß: Manchmal bleibt der Abwasch eben einfach mal zwei Tage stehen.

    Lebst du mit einem pedantischen, ordnungsliebenden Typ Mensch zusammen, fällt das benutzte Geschirr definitiv nicht auf fruchtbaren Boden, sondern ist der direkte Zündstoff für den nächsten Streit. Wenn du dagegen alleine wohnst, ruft der Abwasch maximal einen unangenehmen Geruch hervor. Du machst kurz das Fenster auf, spülst ab, wann es dir passt, und die Sache ist erledigt – ganz ohne Tränen und Vorwürfe. Alleine zu leben bedeutet das Ende der ständigen Performance. Du darfst einfach nur sein.

    7. Die absolute Herrschaft über die Fernbedienung

    Es kann in Beziehungen ein andauernder, kräftezehrender Kampf sein, sich jeden Abend darüber einig zu werden, was auf dem Bildschirm läuft. Nur die allerwenigsten Paare teilen exakt denselben Film- und Seriengeschmack.

    In einer Beziehung musst du, wie du aus bitterer Erfahrung vielleicht weißt, oft nachgeben. Wenn du eigentlich die Champions League schauen willst, dein Partner aber auf "Das große Backen" oder die neueste True-Crime-Doku besteht, endet das meist in genervten Kompromissen. Als Single gehört die Fernbedienung (oder der Netflix-Account) dir allein. Binge-Watching deiner heimlichen Trash-TV-Favoriten bis 3 Uhr nachts? Niemand wird dich dafür verurteilen.

    8. Himmlische Nachtruhe: Das Bett gehört dir

    Wir romantisieren das gemeinsame Einschlafen gerne, ignorieren dabei aber oft die harte, physische Realität. Schnarchen, nächtliches Zähneknirschen, der ständige Kampf um die Bettdecke und ein Partner, der im Schlaf um sich tritt oder den Wecker bereits um 5:30 Uhr klingeln lässt.

    Als Single schläfst du wie ein König oder eine Königin. Du kannst dich quer über die Matratze ausbreiten (der berühmte "Seestern"), die Raumtemperatur exakt so einstellen, wie du es magst, und bei offnem oder geschlossenem Fenster schlafen. Die Qualität deines Schlafes steigt oft enorm an, was sich direkt auf dein Energielevel am nächsten Tag auswirkt.[6]

    9. Der ungestörte Safe Space: Deine Wohnung, dein Design

    Irgendwann trifft sie jedes Paar: die unvermeidliche Möbel- und Einrichtungskrise. Meistens entsteht sie dadurch, dass der eine den ästhetischen, minimalistischen Instagram-Look will, while der andere sein altes, klobiges Sofa oder bestimmte Sammlerstücke liebt.

    Oft haben diese vermeintlich hässlichen Gegenstände einen großen praktischen oder symbolischen Wert für den Besitzer. Er wird also nicht nur mit den Achseln zucken, wenn der Partner seinen Einfluss auf die gemeinsame Einrichtung auf die Größe einer Erbse reduziert. Als Single bist lediglich du dafür verantwortlich, wie dein Zuhause aussieht. Egal, ob wildes Chaos, Vintage-Paradies oder steril-modern – deine vier Wände spiegeln zu 100 Prozent deine Seele wider. Und das ist schlichtweg geil.

    Die 3 Phasen des Single-Seins: Vom Detox zur Selbstliebe

    Niemand wacht nach einer Trennung auf und ruft sofort: "Hurra, ich bin frei!" Das Single-Leben ist ein dynamischer Prozess. Wenn du verstehst, in welcher Phase du dich gerade befindest, kannst du viel gnädiger mit dir selbst umgehen.

    Phase 1: Der Detox (Entgiftung und Entzug)

    In den ersten Wochen oder Monaten nach einer Trennung (oder wenn du merkst, dass du dich extrem einsam fühlst) durchlebst du eine Art emotionalen Entzug. Dein Gehirn ist noch an den ständigen Dopamin-Ausstoß durch den Partner gewöhnt.[5] In dieser Phase fühlt sich die leere Wohnung nicht nach Freiheit an, sondern nach bedrückender Stille. Die Aufgabe hier: Aushalten, weinen dürfen, viel mit Freunden reden und akzeptieren, dass Heilung Zeit braucht. Es ist völlig okay, wenn du in dieser Zeit noch keine Partys schmeißen willst.

    Phase 2: Die Selbstfindung (Das Experimentieren)

    Der Nebel lichtet sich. Du fängst an, deine alte Identität wiederzuentdecken. Plötzlich erinnerst du dich daran, dass du früher wahnsinnig gerne gemalt hast – ein Hobby, das in der Beziehung eingeschlafen ist. Du testest neue Routinen, räumst die Wohnung um und probierst über seriöse Singlebörsen vielleicht auch zaghaft erste Dates aus. In dieser Phase schwankst du oft noch zwischen Euphorie über deine Eigenständigkeit und kurzen Momenten der Wehmut.

    Phase 3: Die bewusste Meisterschaft (Radikale Akzeptanz)

    Dies ist der Sweet Spot. Du hast dein Leben so eingerichtet, dass es dich tief erfüllt. Du brauchst keinen anderen Menschen mehr, um dich ganz zu fühlen. Ein Partner wäre ab sofort nur noch das berühmte "Sahnehäubchen" auf einem ohnehin schon perfekten Kuchen, aber nicht mehr die Hauptzutat. In dieser Phase strahlst du ein enormes, fast magnetisches Selbstbewusstsein aus.

    Der Experten-Hack: "Solo-Dating"

    Warte in keiner dieser Phasen auf einen Partner, um schöne Dinge zu erleben. Führe dich selbst aus! Geh allein in das schicke Restaurant, buche den Wochenendtrip ans Meer oder besuche eine Ausstellung. Solo-Dating stärkt das Selbstbewusstsein massiv und signalisiert deinem Unterbewusstsein: Ich bin mir selbst wertvoll genug, um eine richtig gute Zeit zu haben – ganz ohne Begleitung.

    Singlesein genießen oder nur verstecken? Finde deine Balance

    Trotz all der unbestreitbaren Vorteile ist das Alleinsein nicht jeden Tag nur purer Sonnenschein. Es gibt oft einen extrem schmalen Grat zwischen der gesunden, lebensbejahenden Feier deiner Eigenständigkeit und dem heimlichen, unbewussten Versuch, dich aus Angst vor Verletzungen vor der Welt zu verstecken.

    Es ist entscheidend, dass du das Singleleben aktiv und positiv gestaltest, anstatt es als zynische Ausrede oder Schutzschild zu nutzen, um dich emotional komplett zu isolieren. Achte stets darauf, welche Signale du dir selbst und deinem Umfeld sendest.

    Red Flags (Toxisches Single-Leben)

    • Du nutzt dein Singlesein nur als Schutzschild und machst dich ständig zynisch über das Thema Liebe lustig ("Männer/Frauen sind eh alle furchtbar").
    • Du verwahrlost emotional oder physisch, bestellst nur noch Junkfood und trägst wochenlang Jogginghosen, weil "es ja eh keiner sieht".
    • Dein kompletter Alltag dreht sich heimlich doch nur darum, auf Apps für Online-Dating wie Tinder, Bumble und Co. verzweifelt nach Bestätigung zu suchen.

    Green Flags (Gesundes Single-Leben)

    • Du genießt Wochenenden und Abende allein, ohne in irgendeine Form von Torschlusspanik zu verfallen.
    • Du nutzt die neu gewonnene mentale Kapazität und Zeit, um aktiv in Hobbys, Sport oder deine Karriere zu investieren.
    • Du triffst deine Freunde aus echter, aufrichtiger Freude am Austausch und nicht nur zur bloßen Ablenkung von der Stille zu Hause.

    Bist du dir manchmal unsicher, wo du emotional gerade stehst? Finde in wenigen Sekunden heraus, ob du deine Eigenständigkeit wirklich schon als Superkraft nutzt oder ob du heimlich doch noch leidest.

    Checkliste: Lebst du schon, oder wartest du noch?

    Beantworte diese 4 Aussagen ehrlich mit Ja. Wenn sie nicht zutreffen, lass das Feld frei.

    Fazit: Das Singleleben ist keine Warteschleife, sondern ein Lifestyle

    Dein Leben beginnt nicht erst an dem magischen Tag, an dem jemand Zweites den Raum betritt und dir ewige Liebe schwört. Jeder Tag, den du bewusst, glücklich und erfüllt allein verbringst, macht dich stärker und resilienter für alles, was in deiner Zukunft noch kommt – egal, ob das eine neue Beziehung ist oder ein grandioses Leben als ewiger Solo-Abenteurer.

    Hör auf, dich mit den scheinbar perfekten Paaren in deinem Umfeld oder auf Social Media zu vergleichen. Niemand postet den Streit um den Abwasch oder die Tränen wegen der Schwiegermutter auf Instagram. Feiere deine kompromisslose Eigenständigkeit, tanke frische Kraft und gestalte dir einen Alltag, den du von ganzem Herzen liebst. Denn vergiss niemals: Die längste, intimste und wichtigste Beziehung deines gesamten Lebens führst du immer noch mit dir selbst. Sorge dafür, dass es eine gute wird!

    Wie werde ich als Single glücklich, wenn alle um mich herum heiraten und Kinder kriegen?

    Fokussiere dich aktiv auf "JOMO" (Joy of Missing Out). Baue dir ein starkes, diverse soziales Netz auf, investiere in Hobbys und etabliere Rituale, die nur dir gehören. Vergleiche deinen echten, authentischen Alltag (mit all seinen Höhen und Tiefen) niemals mit den streng gefilterten Highlight-Reels von Paaren auf Social Media.

    Ist es eigentlich normal, dass ich gar keine Beziehung mehr möchte?

    Absolut normal. Immer mehr Menschen entscheiden sich ganz bewusst und dauerhaft für das Solo-Leben.[7] Wenn du tiefe Erfüllung in deinen Freundschaften, deiner Karriere, deinen Hobbys und vor allem in dir selbst findest, gibt es weder biologisch noch psychologisch einen Zwang für eine romantische Partnerschaft.

    Wie gehe ich mit unangenehmen, mitleidigen Fragen von der Familie um?

    Setze klare und liebevolle Grenzen. Ein souveräner Satz wie: "Ich bin momentan extrem glücklich mit meinem Leben, genieße meine Freiheiten und fokussiere mich voll auf mich selbst. Wenn sich mein Beziehungsstatus ändert, erfahrt ihr es als Erste" nimmt Kritikern und besorgten Tanten sofort den Wind aus den Segeln.

    Werde ich irgendwann beziehungsunfähig, wenn ich zu lange Single bleibe?

    Nein, "beziehungsunfähig" ist ein Unwort. Was passiert, ist, dass deine Toleranzgrenze für schlechtes Verhalten und faule Kompromisse sinkt (was etwas sehr Gutes ist!). Du weißt genau, was du wert bist. Das macht das Dating vielleicht selektiver, aber eine zukünftige Beziehung dafür umso gesünder und gleichberechtigter.

    Studien & Quellen

    1. Statista (auf Basis Statistisches Bundesamt), 2022: Anzahl der Single-Haushalte und Singles in Deutschland Quelle ansehen →
    2. Statistisches Bundesamt (Destatis), 2024: Haushalte und Familien – Ergebnisse des Mikrozensus Quelle ansehen →
    3. Klinenberg, Eric, 2012: Going Solo: The Extraordinary Rise and Surprising Appeal of Living Alone Quelle ansehen →
    4. DePaulo, Bella et al., 2016: Singlehood and Psychological Functioning Quelle ansehen →
    5. Fisher, Helen; Brown, Lucy et al., 2010: Reward, addiction, and emotion regulation systems associated with rejection in love Quelle ansehen →
    6. Drews, H.; Wallot, S. et al., 2017: Sleep in Couples: A Systematic Review Quelle ansehen →
    7. DePaulo, Bella, 2015: The rise of single living Quelle ansehen →

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