Grindr
Test 2023

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4.5/5
Benutzerfreundlichkeit:
5/5
Features:
4/5
Aktivität:
5/5
Seriosität:
5/5
Preis:
4/5

Weltweit größte Dating-App für homosexuelle Männer

13.000.000+ aktive Mitglieder weltweit

Übersichtliche und klare Benutzeroberfläche

Wir machen darauf aufmerksam, dass auf der Seite Affiliate-Links vorhanden sind.

Erläuternde Rezension von Lovoo

Grindr ist die mit Abstand größte Datingplattform für die LGBTQIA+ Community, mit einem starken Überhang homosexueller Männer. Der Name Grindr steht wie Tempo bei Taschentüchern als Synonym für eine ganze Branche. “Ich muss dich mal grindern” heisst einfach nur, dass man eine Person in einem Dating-Portal finden möchte. 

Grindr wurde bereits 2009 gegründet und verfügt heute über 13 Millionen aktive Mitglieder. Auch wenn es sich selbst als “Social Network” bezeichnet, geht es bei Grindr im Grunde nur um eins, Sex. 

Über die Jahre hat Grindr viele Preise gewonnen, darunter iDate Award for Best Mobile Dating-App, TechCrunch Crunchies Award for Best Location Application, iDate Awards for Best Mobile Dating-App und Best New Technology.

Im Jahre 2016 wurden 60% des Unternehmens an einen chinesischen Konzern veräußert, der sich 2018 die restlichen Anteile auch noch sicherte. Im Jahr 2020 wurden fast alle Anteile mit einem stattlichen Gewinn von etwa 400 Millionen US-Dollar dann an ein US-amerikanisches Unternehmen verkauft. 

Grindr verwendet einen derart genauen Standort, dass 2014 (bevor das Unternehmen entsprechende Sicherheiten eingebaut hat) in Ägypten dazu verwendet wurde, um schwule Männer in ihren Wohnungen aufzuspüren und festzunehmen. 

Die App ist in schwarz-gelb gehalten und alle Funktionen sind übersichtlich gestaltet. Bereits in der kostenlosen Version kann man die meisten Funktionen verwenden – allerdings muss man sich auch mit häufiger Werbung arrangieren.

Vorteile

Einfache Profileinrichtung

Sehr viele Mitglieder

Hohe Aktivität

Für Leute, die Sexdates suchen, ideal

Übersichtliche und klare Benutzeroberfläche

Als App für iPhone und Android erhältlich

Nachteile 

Weniger zum Daten und Finden einer festen Partnerschaft geeignet.

Teure Premiumfunktionen

Matching nur aufgrund der Geolocation (und wenigen Filtern)

Grindr Kosten

XTRA

 

1 MONAT

Pro Monat: 9,99 €
Gesamt: 9,99 €

 

 

6 MONATE

Pro Monat: 4,99 €
Gesamt: 29,94 €

 

 

12 MONATE

Pro Monat: 3,99 €
Gesamt: 47,88 €

 

UNLIMITED

 

1 MONAT

Pro Monat: 33,99 €
Gesamt: 33,99 €

 

 

6 MONATE

Pro Monat: 19,99 €
Gesamt: 119,94 €

 

 

12 MONATE

Pro Monat: 15,83 €
Gesamt: 189,96 €

 

Anmeldung und Profilerstellung

Wenn du dich neu anmeldest, musst du zunächst nur Namen und E-Mail-Adresse eingeben sowie ein Passwort vergeben. Du kannst nun mehrere Bilder einstellen, einen freien Text über dich schreiben und/oder aus diversen Rubriken wählen, zum Beispiel Grundeinstellungen wie Gewicht und Alter und wie du angesprochen werden möchtest (Pronomen). 

Neben den Standardangaben gibt es einige Besonderheiten. Zum einen kannst du deinen HIV Status vermerken (sogar mit dem Datum des letzten Tests), zum anderen deine Impfungen. Eine Verbindung mit Spotify zeigt deine Lieblingssongs und eine Verbindung mit Instagram ermöglicht Interessierten, mehr Bilder von dir zu sehen. 

Über die Tribes kannst du anzeigen, auf welchen Typ du stehst wie z.B. Leder, Twinks oder Daddys. Außerdem kannst du angeben, ob du gerne NSFW-Bilder (also schmutzige, nicht jugendfreie) Bilder erhalten möchtest.

So funktioniert Grindr

Wie zuvor erwähnt, bei Grindr geht es in erster Linie um schnelle Dates für vergnügliche Stündchen. Um dies zu erreichen, kannst du dir in der Übersicht Profile von Kerlen ansehen. Hierbei wird die Gesamtzahl der angezeigten Profile durch die gewählten Tarif bestimmt. Ferner kannst du diverse Filter anwenden, um die Auswahl zu begrenzen. 

Obendrein findest du Listen von neuen Mitgliedern oder du kannst auch Typen in anderen Regionen entdecken, z.B. wenn du in Kürze beabsichtigst, eine Reise zu machen. Das ist sehr praktisch, um bereits im Vorfeld ein Treffen zu vereinbaren. 

Wenn dir ein Bild gefällt, kannst du darauf klicken, um weitere Bilder und Infos zu erhalten. Vielfach sind die Profile aber nur wenig ausgefüllt und die Bilder sprechen eine eindeutige Sprache.

Kontaktaufnahme

Im Grunde hast du zwei Möglichkeiten, um mit einem Kerl in Kontakt zu treten. Du kannst ihm entweder direkt eine Nachricht schicken oder auch einen Tap. Ein Tap ist wie Winken oder eine Fußtapse setzen in anderen Apps. Hierdurch wird die andere Person informiert, dass er dir gefällt und kann seinerseits ein Tap senden, bevor es überhaupt zu einer weiteren Kommunikation kommt.

Einschränkung der Anzahl der angezeigten Profile

Je nachdem, wo du dich auf der Welt befindest, kann die Einschränkung auf 100 angezeigte Profile (im kostenlosen Tarif) doch sehr hinderlich sein. In anderen Gegenden allerdings gibt es gar nicht so viele Mitglieder, sodass du bei 100 Profilen schon Leute in einer anderen Stadt angezeigt bekommst.

In Orten wie New York, San Francisco oder Bangkok hingegen werden dir unter den 100 Profilen gerade einmal die Leute in einigen Hundert Meter Entfernung noch angezeigt.

Viele zeigen ihr Gesicht nicht

Vielleicht aus Diskretionsgründen, vielleicht aus ästhetischen Gründen oder aus Angst vor Repressalien im Heimatland zeigen viele Leute ihre Gesichter nicht. Hier musst du mit einem Körperbild oder im schlimmsten Fall mit einem Landschafts- oder Haustierfoto vorliebnehmen.

Ein solches Profil klickt man natürlich nicht unbedingt an. Meist schreiben die Leute dahinter lieber von sich aus jemanden an und senden dann ein Foto in der privaten Nachricht.

Wenn du angeschrieben werden möchtest, solltest du als vorderstes ein Bild haben, das dein Gesicht zeigt – und zwar echt und ungefiltert. Du kennst doch sicher den schönen Spruch, den man auch hier immer mal wieder liest: “Wenn du in Wahrheit nicht so aussiehst wie auf deinen Bildern, musst du mir so lange Drinks kaufen, bis es so ist”.

Sicherheit und Privatsphäre

Natürlich werden alle Daten und Eingaben über eine sichere Datenverbindung übertragen. Dennoch scheint es in der Vergangenheit immer mal wieder zu Sicherheitslücken bei Grindr gekommen zu sein.

Es liegen sogar Verurteilungen wegen des angeblichen Verkaufs von Daten vor. Wenn du also besonders in deinem Heimatland oder im Land, in dem du Grindr nutzen möchtest, mit rechtlichen Konsequenzen rechnen musst, weil du Homosexuell bist, solltest du entsprechend vorsichtig sein.

Hinweis: Es gibt sogar Apps, mit denen man seinen wahren Standort verschleiern kann. Dies kann unter Umständen die Sicherheit deutlich erhöhen.

Preise und Funktionen

Grindr gibt es in drei Versionen, wobei die Unlimited Version die umfangreichste, aber auch teuerste ist.

Preis pro Monat

1 Monat

6 Monate

12 Monate

Basis

Kostenlos

In der kostenlosen Version kannst du:

dein Profil (fast) vollständig ausfüllen, inkl. Bilder,

• 100 Personen in deiner Umgebung anschauen,

• Favoritenlisten erstellen,

• unbegrenzt Nachrichten empfangen und versenden,

• Taps an jemanden senden und erhalten,

• private Fotoalben erstellen und mit Mitgliedern teilen.

Preis pro Monat

1 Monat

6 Monate

12 Monate

XTRA

€ 9,99

€ 4,99

€ 3,99

In den erweiterten Version XTRA – die komplett werbefrei sind – kannst du zum Beispiel:

• bis zu 600 Profile sehen,

• erweiterte Filter nutzen,

• Global mit Leuten in Kontakt treten,

• eine Lesebestätigung deiner verschickten Nachrichten erhalten,

• Standardsätze speichern,

• Leute mit “gechattet” markieren.

Preis pro Monat

1 Monat

6 Monate

12 Monate

Unlimited

€ 33,99

€ 19,99

€ 15,83

In der unlimited Version, die alle Funktionen von XTRA enthält, kannst du außerdem

• unbegrenzt viele Profile sehen,

• sehen, wer dein Profil angeschaut hat,

• gesendete Nachrichten zurückziehen,

• Incognito browsen,

• Fotos versenden, die nach einiger Zeit verfallen,

• Nachrichten in anderen Sprachen in der App übersetzen lassen.

Die Kosten von Grindr im Überblick

Auch Grindr setzt auf mehrere Versionen, die jeweils unterschiedliche Funktionalitäten haben. Die Preise variieren dabei zwischen kostenlos und € 33,90 pro Monat, je nachdem für welches Paket du dich entscheidest. Allerdings hat bereits die kostenlose Version ausreichend Funktionen, um neue Leute kennenzulernen.

Wie kannst du am besten Geld sparen?

Das meiste Geld sparst du natürlich, wenn du einfach bei der kostenlosen Version bleibst. Reichen dir die Funktionen nicht aus, solltest du gleich die längstmögliche Laufzeit wählen. Bei Unlimited sparst du zwischen einer 1-Monats-Laufzeit und der Jahreslaufzeit rund 50 % pro Monat.

Wer ist hier Mitglied?

Auch wenn die App laut eigenen Angaben für die LGBTQIA+ Community ist, tummeln sich hier zu 99 % homosexuelle Männer aller Richtungen. Von den insgesamt 30 Millionen Mitgliedern sind rund 11 Millionen regelmäßig aktiv. 

Das Alter der Mitglieder liegt zumeist zwischen 18 und 40, aber auch ältere Männer versuchen hier immer wieder ihr Glück. Immerhin gibt es reichlich Kerle, die auf Daddys stehen. Wenn du also entweder ein Daddy bist oder aber Daddys sexy findest, wirst du hier sicher fündig. Die aktivste Altersgruppe ist die der 25-34-Jährigen.

Design und Benutzerfreundlichkeit

Beim Aufrufen der App werden dir direkt die Profile der Leute angezeigt, die sich in deiner Umgebung befinden. Du siehst jeweils ein Bild und den Namen. Außerdem wird ein Symbol angezeigt, falls dir eine Person eine Nachricht oder einen Tap geschickt hat. 

Nur wenige Buttons stören die klare Gliederung und das sehr übersichtliche Design. Über einige Filter kannst du die Auswahl der Profile einschränken, dir neue Leute anschauen oder andere Orte entdecken. 

Beim Anklicken eines Profils werden dir alle Details angezeigt. Wenn du runterscrollst siehst du alle Informationen, wenn du nach rechts wischst, werden dir weitere Bilder angezeigt und wenn du in der Mitte auf das Bild klickst, wird dir dieses in voller Größe angezeigt. Alles sehr eingängig und smooth. 

Von hier aus kannst du dem Kerl entweder eine Nachricht schreiben, ihn mit einem Klick zu deinen Favoriten erklären oder die Person auch blocken, sodass kein weiterer Kontakt möglich ist.

Gaymoijs

Eine hübsche Idee sind die Gaymojis, also Emojis, die aus Gay Motiven bestehen und in Nachrichten eingebaut werden können. Die eigens für Grindr entwickelten Gaymojis, von denen es rund 500 gibt, peppen deine Nachrichten etwas auf.

Diskretes App-Symbol

Eine wirklich tolle Sache ist das diskrete App-Symbol. Hier wird die App als harmlose App optisch getarnt und es kann weniger zu Peinlichkeiten kommen, falls das bekannte Symbol ansonsten auf dem Handy entdeckt wird.

Zusammenfassung

Wenn du ein schwuler Mann bist und unkomplizierte Kontakte suchst, kommst du an Grindr praktisch nicht vorbei. Hier tummeln sich Woche für Woche viele Millionen Mitglieder, die zumeist nur eins suchen. Suchst du hingegen eine Partnerschaft, solltest du eher andere Portale nutzen. 

Die App ist sehr übersichtlich und gut gestaltet, sodass man sich rasch zurechtfindet. Die wichtigsten Funktionen können kostenlos (allerdings oft von lästiger Werbung unterbrochen) genutzt werden. Für Premiumfunktionen muss man teilweise tief in die Tasche greifen.