Ratgeber: So wählst du das richtige Profilbild für dein Dating-Profil

Ratgeber: So wählst du das richtige Profilbild für dein Dating-Profil

Das Moment, wo ihr euch zum ersten Mal erblickt, ist zugleich das Moment, wo ihr einander zum ersten Mal einschätzt.

Denn so sind wir Menschen nun einmal. Wir sehen einander an und wir beurteilen einander – dies ist ein zentraler Teil des Datings, den wir nicht umgehen können.

Diese Beurteilung anderer Menschen stellt ein Überlebensmechanismus dar, der in alten, alten Zeiten, bevor wir eine komplexe Sprache entwickelten, bewirkte, dass du als Urmensch wusstest, wer gute Absichten hatte und wer dich eher auf dem Feuer rösten und dich zu Abend essen würde.

Heute sind es glücklicherweise die allerwenigsten, die vorhaben, in dich reinzubeißen. Glücklicherweise. Dies heißt allerdings nicht, dass wir einander nicht mehr beurteilen. Obwohl der Zweck zwar ein anderer ist.

Oder… Verlockend wäre es vielleicht doch, anzubeißen, wenn du auf eine besonders anziehende Person treffen würdest… Anyway! Die Pointe ist, dass wir einander immer noch einschätzen und oberflächlich beurteilen. Insbesondere wenn es darum geht, einen möglichen Partner zu finden.

Dies trifft sowohl in der wirklichen Welt als auch in der digitalen Welt zu. Wenn du deinen Konkurrenten voraus sein willst, musst du dich auf deinem Dating-Profil so gut wie möglich präsentieren.

Im Folgenden geben wir dir deshalb ein paar Ratschläge, die du überlegen solltest, bevor du die Digitalkamera aus der Schublade holst und einen Schmollmund vor dem Spiegel ziehst.

Und bevor du dir überlegst, das Profilbild ganz aufzugeben, weil es mühsam ist, weil du momentan nicht gut aussiehst oder weil deine Kamera kaputt ist, solltest du wissen, dass die Chancen, dass dein Traumpartner, Mann oder Frau, gerade dein Profil anklickt, 20(!) Mal geringer sind, wenn dein Dating-Profil kein Profilbild hat.

Fangen wir mit dem an, was man zuerst bemerkt:

Das Gesicht

Du wirst wie schon erwähnt sofort aufgrund deines Aussehens beurteilt. Ob gewollt oder nicht. Insbesondere deine Gesichtszüge werden innerhalb so wenig wie 100 Millisekunden (eine einzelne Millisekunde ist ein Tausendstel einer Sekunde – es geht also recht schnell!) beurteilt und du solltest dir daher überlegen, wie dein Gesicht auf dem Bild aussieht.

Eine amerikanische Studie zeigt zum Beispiel, dass du mit einem breiten Lächeln im Gesicht viel vertrauensvoller und anziehender erscheinst. Bleiben wir noch einen Augenblick bei dem Mund, und zwar bei den Lippen.

Es zeigt sich nämlich, dass eine volle Unterlippe Jugendlichkeit signalisiert und dich zugleich attraktiver macht. Schließlich vermittelt ein schmales und männliches Gesicht den Eindruck einer dominierenden Persönlichkeit, obwohl dies vielleicht gar nicht auf dich zutrifft.

All dies kannst du natürlich nicht ändern. Wir sehen nun mal so aus, wie wir aussehen. Wir fordern weder zu Bildmanipulation noch zu Plastikchirurgie auf, sondern dazu, dass du reflektierst. Dass du darüber nachdenkst, wie du auf deinem Profilbild auftrittst. Denn die Pointe ist, dass du aufgrund des Selbstporträts, mit dem du dein Dating-Profil paarst, beurteilt wirst.

Sollte ich mein Profilbild bearbeiten?

Die kurze Antwort? – Nein. Die lange Antwort? – Nein, das solltest du nicht!

Ehrlich gestanden, wir verstehen sehr wohl, dass es verlockend ist, dein Profilbild zu bearbeiten. Ein selbstkritisches Auge wird immer etwas finden können, das falsch ist oder zumindest besser sein könnte. Ein mikroskopischer Pickel, ein struppiges Haar, eine schiefe Augenbraue; immer ist etwas falsch.

Und das macht nichts! In den allermeisten Fällen bist du dein schlimmster Kritiker – und ganz ehrlich, wenn du von einem möglichen Partner abgewählt wirst, weil du ein Pfefferkorn zwischen den Zähnen stecken hast, ist er oder sie vielleicht doch nicht der Richtige.

Du musst uns aber nicht vertrauen. Höre lieber der Wissenschaft zu, die unsere Trommel rührt. Die Trommel, die dir rhythmisch erzählt, dass du auf Photoshop, Instagram-Filter und Ähnliches lieber verzichten solltest.

In einer Studie untersuchten Forscher die Reaktionen von Frauen beziehungsweise Männern auf bearbeitete und/oder manipulierte Bilder des anderen Geschlechts.

Die Studie zeigte auf, dass sowohl Männer als auch Frauen die Personen auf den bearbeiteten Bildern attraktiver fanden, aber… und dass ist ein großes Aber! Es zeigte sich auch, dass bearbeitete Bilder die Glaubwürdigkeit trafen. Personen, deren Bilder bearbeitet und manipuliert waren, erschienen den Versuchspersonen weniger glaubwürdig.

Nicht, dass wir uns als belehrende Eltern anhören wollen (obwohl sie Recht haben), aber Vertrauen stellt ein Grundstein jeder gesunden Partnerschaft dar.

Deine Chancen, einen Partner zu finden, werden durch Bildmanipulation nicht größer, es sei denn, du bist ausschließlich auf der Suche nach einem One-Night-Stand.

Überlegst du dir immer noch – trotz unserer wissenschaftlich basierten Ratschläge – deine Haut digital zu glätten, deine Falten zu retuschieren oder dir mehr Haare hinzumahlen, denke dann daran, dass du deinem Date früher oder später in der wirklichen Welt begegnen wirst, wo du dich hinter keinem Filter verstecken kannst.

Dein Bluff würde also spätestens beim ersten Treffen enthüllt werden, es sei denn, er oder sie ist Ray Charles, trägt drinnen eine Sonnenbrille oder hat einen Blindenhund. Lasse es deshalb lieber. Erspare dir lieber das peinliche erste Date, wo du 15 Kilo schwerer als auf deinem Profilbild bist und dein Date 20 Jahre älter.

Was sollten die Bilder vorstellen?

Dich, natürlich!

Blöde Frage? – Nein, denn was außer dir auf den Bildern zu sehen ist, ist keineswegs egal. Dein Profilbild sollte nämlich nicht nur zeigen, wie du aussiehst.

Dass deine Augen blau sind, deine Haare lang und deine Nase ein bisschen schief. Es ist schließlich kein Passfoto, das dazu verwendet werden wird, dich beim Reisen zu erkennen.

Es ist natürlich wesentlich, dass du auf den Bildern drauf bist. Wesentlich ist aber auch, was sonst auf den Bildern zu sehen ist. Deine Bilder erzählen nämlich deine Geschichte.

Ein Bild sagt mehr als tausende Worte. Das hast du sicher zu wiederholten Malen gehört, doch es stimmt tatsächlich, auch wenn es ein Klischee ist. Daher solltest du dir überlegen, welche tausende Worte dein Bild kommuniziert.

Wenn du zum Beispiel ein Baby hebst, kommunizierst du, dass du ein Familienmensch bist, reif und verantwortungsvoll, wohingegen ein Bild, das dich beim Tanzen der Macarena in einer Provinzdisko vorstellt, eher das Gegenteil kommuniziert.

Wir sagen nicht, dass das Eine richtiger ist als das Andere – das hängt natürlich davon ab, welchen Typ Partner du anziehen möchtest.

Dein Profilbild sollte deshalb persönlich sein, das heißt einen Teil deiner Persönlichkeit zeigen. Eine Geschichte erzählen. Die Geschichte von dir. Wenn du musikalisch bist, solltest du dein Instrument natürlich dabeihaben.

Wenn du Abenteuer liebst und reiselustig bist, wähle dann das Bild von deinem Aufenthalt in Kenia. Wenn dein Hobby Briefmarkensammeln oder Glanzbilder ist, dann zeige dies auf deinem Profilbild.

Wir garantieren, dass du dich auf diese Weise von den ganzen Selfies, Busen- und Bizepsbildern abheben wirst. Und als ein extra positiver Effekt werden die Personen, die sich überlegen, dich anzuschreiben, immer einen Anlass finden können, da sie dich schon durch dein Profilbild ein bisschen kennengelernt haben. Ein persönliches Profilbild heißt also letztendlich mehr Anfragen.

Und dann solltest du auf deinem Profilbild übrigens nicht rauchen, wenn du deine Chancen optimieren möchtest. Die Chancen, aussortiert zu werden, sind nämlich 10 Mal größer, wenn aus deinem Profilbild ersichtlich ist, dass du Raucher bist.

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